Prioritäten setzen und nachhaltig investieren

Unter diesem Motto trug Fraktionsvorsitzender Peter Grotz in der Sitzung des Gemeinderats am 14.12.2011 die Stellungnahme der CDU-Fraktion zum Haushalt der Stadt für das Jahr 2012 vor.

(Gesamter Redetext)

Grotz wies darauf hin, dass für das Jahr 2011 der Haushalt ohne weitere Neuverschuldung und ohne Rücklagenentnahme ausgeglichen werden kann . Allerdings wird  sich das Bild in den kommenden Jahren wieder eintrüben. Für das Jahr 2012 ist erneut eine Kreditaufnahme von rd. 5 Mio € sowie eine Rücklagenentnahme in gleicher Größenordnung geplant.

Viele Aufgaben müssen in der Stadt angegangen werden, für die es zu wenig liquide Mittel gibt. Grotz weiter: “Das Credo der oft zitierten schwäbischen Hausfrau mahnt uns: Man kann auf Dauer nicht mehr ausgeben als man einnimmt. Was tun also  angesichts dieser Fülle von Aufgaben und der beschriebenen eingeschränkten Randbedingungen? Wir müssen Prioritäten setzen und nachhaltig investieren. Das heißt: Wir müssen genau unterscheiden zwischen dem Wünschenswerten und dem Wesentlichen und wir müssen mit unseren Investitionen Mehrwert schaffen.”

Die CDU-Fraktion hat sich bei der Anzahl ihrer Haushaltsanträge beschränkt – es wurden Prioritäten gesetzt – und auf wenige Themen konzentriert. Besonders intensiv diskutiert wurden die beiden Anträge zur Deckelung der Ausgaben für Bauinvestitionen auf 14 Mio Euro und der Antrag zur Verbesserung der Kinderbetreuung durch Verkürzung der Schließzeiten in den Ferien auf 26 Tage. Grotz führte dazu aus: “Uns ist bewusst, dass das im Stellenplan der Stadt zwei weitere zusätzliche Stellen für Erzieherinnen bedeutet. Diese Investition halten wir aber für nachhaltiger als so manche Bauinvestitionen. Und ganz am Rande bemerkt: Mit der aufgrund unseres Antrags erzielten Reduktion der Ausgaben bei den Bauinvestitionen für das Jahr 2012 in Höhe von mehr als 700.000 € sind diese zusätzlichen Stellen für mehrere Jahre finanziert.”

Auch auf den Stellenplan der Verwaltung ging Grotz in seiner Stellungnahme ein: “Prioritäten setzen und nachhaltig investieren ist nach unserer Auffassung auch ein gutes Prinzip bei der Beurteilung des Stellenplans.  Mit der Unterscheidung in verschiedene Kategorien ist die vergleichsweise hohe Zahl von 23,75 neu angemeldeten Stellen besser nachvollziehbar geworden. Bei der Diskussion über den Stellenplan im Verwaltungsausschuss hat die CDU beantragt, 15 neue Stellen zu genehmigen und diese, wenn möglich, zu befristen. Über vier weitere Stellen, die mit einem Sperrvermerk versehen sind, entscheidet der Gemeinderat jeweils extra. Wir erkennen damit an, dass für die nächsten Jahre durch zusätzliche neue Aufgaben ein erhöhter Personalbedarf besteht. Allerdings haben  wir als CDU-Fraktion auch die klare Erwartung, dass durch die Ergebnisse der Organisationsuntersuchung und durch permanente Aufgabenkritik mittelfristig wieder Stellen abgebaut werden können.”

Abschließend wies Grotz darauf hin, “dass sich die Böblinger Innenstadt rund um den Bahnhof und das Gelände des ehemaligen Busbahnhofs für einige Zeit in eine Großbaustelle umwandeln wird. Im kommenden Jahr beginnt der Bau des neuen Einkaufszentrums; der Umbau des Bahnhofs geht ebenso weiter wie der Neubau der Kreissparkasse und die damit verbundene Umgestaltung der Bahnhofstraße. Wir werden im Jahr 2012 also ein Jahr des Umbruchs in unserer Stadt vor uns haben. Lassen Sie uns gemeinsam mit klarer Perspektive, den richtigen Prioritäten und Entscheidungen zu Gunsten nachhaltiger Investitionen zum Wohle unserer Stadt vorangehen.”

Share
Veröffentlicht unter Haushalt | Hinterlasse einen Kommentar

Anträge für den Haushalt 2012

Zu den Beratungen des Haushalts der Stadt Böblingen für das Jahr 2012 hat die CDU-Fraktion folgende Anträge vorgelegt:

Zum Thema

  • Bauinvestitionen beantragen wir, dass die Arbeitsliste der Verwaltung  für das Jahr 2012, die ein Gesamtvolumen von über 16 Millionen Euro vorsieht,  durch die Verwaltung noch einmal sehr kritisch geprüft wird mit dem Ziel, die Summe der Kosten für die geplanten Maßnahmen auf 14 Mio € zu begrenzen.
    1140HH-Antrag 2012 Bauinvestitionen 2012
  • Beleuchtungssanierung der Stadt Böblingen  beantragen wir, das Sparpotenzial bei der Innenbeleuchtung in den städtischen Gebäuden syste-matisch und flächendeckend zu überprüfen.
    1140HH Antrag 2012 Beleuchtungssanierung
  • Parkplatzbewirtschaftung am Paladion beantragen wir, die Stadtverwaltung zu beauftragen, die Parkraumbewirtschaftung am Paladion zu überprüfen. Durch das Errichten einer Einfahr- und Ausfahrschranke soll die Nutzung des Parkraumes zu optimiert und entsprechende Einnahmen generiert werden. Mit den erzielten Einnahmen könnte langfristig die Sanierung des Parkplatzes bezahlt werden.
    1140HH-Antrag 2012 Parkplatz Paladion

 

Share
Veröffentlicht unter Haushalt | Hinterlasse einen Kommentar

Stadtrat Dr.Breitfeld im Amtsblatt: “Hat Politik einen goldenen Boden ?”

In seinem Beitrag zur Rubrik “Meinungen aus den Fraktionen” für das Amtsblatt vom   02.12.2011 befasst sich Dr.Thorsten Breitfeld mit der Diskussion um die Finanzierung des Ausbaus und der Überdeckelung der A81 zwischen Böblingen und Sindelfingen.

Share
Veröffentlicht unter A81, Verkehr | Hinterlasse einen Kommentar

Positionsbestimmung zu S21

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Böblinger Gemeinderat, Peter Grotz,  informierte in der Sitzung des Gremiums am 16.11.2011 über die Planung der CDU-Fraktion, ein Positionspapier zur Volksabstimmung am 27.11.2011 zu veröffentlichen. Er lud die Kolleginnen und Kollegen der anderen Fraktion ein, dieses Positionspapier durch ihre Unterschrift zu unterstützen. 20 Gemeinderätinnen und Gemeinderäte aus CDU, Freien Wählern, FDP und SPD haben sich in die Unterschriftenliste eingetragen.

Inhalt des Positionspapiers:

“Bei der Volksabstimmung am 27.11.2011 stimmen die Bürgerinnen und Bürger von Baden-Württemberg darüber ab, ob das Land Baden-Württemberg die Projektfinanzie-rungsverträge zu Stuttgart 21 mit den übrigen Projektträgern kündigen soll. Die unterzeich-nenden Mitglieder des Gemeinderats der Stadt Böblingen rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich an der Volksabstimmung zu beteiligen.

Wer für das Projekt Stuttgart 21 stimmen will, muss dann mit „NEIN“ gegen das Kündigungsgesetz stimmen.

Die Vorteile des Zukunftsprojektes Stuttgart 21 für Baden-Württemberg und damit auch für unsere Stadt überwiegen deutlich:

1.       Stuttgart 21 ist nicht nur ein Bahnhofsprojekt in Stuttgart, sondern die zentrale Grundlage für die Zukunft des Schienenverkehrs in ganz Baden-Württemberg. Die Regionen des Landes werden direkt und umsteigefrei verknüpft. Der Nah- und der Fernverkehr werden besser verzahnt. Es entstehen deutlich bessere Verbindungen von und nach Stuttgart sowie von Stuttgart aus in Richtung Ulm und den Süden Deutschlands und Europas.

2.       Gerade die Region Böblingen profitiert von Stuttgart 21 im Besonderen: Unser Kreis ist wirtschaftlich besonders erfolgreich. Damit die Wirtschaft funktioniert, braucht sie auch gut funktionierende Verkehrswege und ein leistungsfähiges Schienennetz. Nur wenn Böblingen per Schiene gut an den Bahnfernverkehr, an Messe und Flughafen angebunden ist, werden die Straßen in unserem Kreis entlastet.

3.       Es gibt keine gesicherte Annahme, dass Kündigungsrechte bestehen. Es besteht deshalb die Gefahr, dass das Land Baden-Württemberg aus Steuermitteln bis zu 1,5 Mrd. Euro Schadensersatz an die Bahn bezahlen muss, ohne dass ein neuer Bahnhof gebaut wird, oder sonst eine Gegenleistung besteht.

4.       Bei Nichtdurchführung des Projektes Stuttgart 21 und der geplanten Neubaustrecke Stuttgart – Ulm gibt es derzeit keine geplante Alternative zu diesem Bahnprojekt und schon gar keine Finanzierung eines neuen Bahnhofsprojektes. Entsprechende Finanzierungsbeiträge des Bundes und der Bahn von über 3 Mrd. Euro würden dann nicht nach Baden-Württemberg fließen.

Die Unterzeichner bitten alle Bürgerinnen und Bürger, diese Argumente bei der Volksabstimmung zu bedenken, damit Baden-Württemberg zukunftsfähig und auch in Zukunft ein verlässlicher Vertragspartner bleibt.”

Die Unterzeichner:

Dr.Willi Braumann, Daniela Braun, Dr.Thorsten Breitfeld, Peter Grotz, Wolfgang Hensel, Jutta Jach, Jürgen Kienle, Peter Kirn, Hubertus Kless, Helmut Kurtz, Alfred Lebsanft, Friedrich Ruoff, Markus Schirmer, Hans-Dieter Schühle, Frank Sieber, Rose Späth, Angela Spruth, Ingrid Stauss, Daniel Wengenroth, Heidrun Zweygart.

Share
Veröffentlicht unter Stuttgart 21, Verkehr | Hinterlasse einen Kommentar

Stadträtin Braun im Amtsblatt zur Klausurtagung der Fraktion

Im Rahmen unserer diesjährigen Klausurtagung, die wir am vorletzten Oktoberwochenden durchgeführt haben, standen das Schwerpunktthema Stadtentwicklung und die Vorbereitung der Haushaltsberatungen auf der Tagesordnung. Daniela Braun informiert in ihrem Artikel im Amtsblatt vom 04.11.2011 über die Tagung.

Share
Veröffentlicht unter Haushalt | Hinterlasse einen Kommentar

Stadtrat Schirmer im Amtsblatt: “Doppelstadt Böblingen/Sindelfingen ab 2017! Eine Chance oder ein Fehler?”

Markus Schirmers Beitrag zu “Meinungen aus den Fraktionen” im Amtsblatt vom 07.10.2011

 

Share
Veröffentlicht unter Doppelstadt Böblingen Sindelfingen | Hinterlasse einen Kommentar

OB-Interview zu einer Doppelstadt Böblingen/Sindelfingen

In einem Interview in den Stuttgarter Nachrichten vom 27.09.2011 äußerten sich die Oberbürgermeister der Städte Böblingen und Sindelfingen, Lützner und Dr.Vöhringer, zum Thema Fusion beider Städte.

Fraktionsvorsitzender Peter Grotz kommentierte das so: “Ich verstehe die Aufregung nicht.  Das Interview in den Stuttgarter Nachrichten vom 26.09.2011 enthält wenig substantiell Neues. Das Thema wird seit längerer Zeit in beiden Städten diskutiert. Mit dem Zweckverband Flugfeld und der Fernwärmetransportgeselsschaft gibt es bereits zwei Bereiche, in denen beide Städte intensiv zusammenarbeiten. Der einzig neue Aspekt im genannten Interview ist die Idee der gemeinsam erhobenen Gewerbesteuer. Ich halte es für legitim, dass die OBs solche Impuse in die Diskussion bringen. Über die Details muss man intensiv reden; die Entscheidungen fallen in den Gremien, die Bürgerinnen und Bürger beider Städte müssen zustimmen. Meine persönliche Auffassung ist, dass es zur Fusion keine Alternative gibt. Sie wird kommen, offen ist der Zeithorizont.”

Share
Veröffentlicht unter Doppelstadt Böblingen Sindelfingen | Hinterlasse einen Kommentar